Optimierter Druckluftverbrauch

Effiziente Eiscremeproduktion durch Datenanalyse

Ben & Jerry's ist ein Eiscremehersteller mit Mission. Sein Ziel: das bestmögliche Eis herzustellen. Ein Teil der Mission: nachhaltiges Wirtschaften. Dies erfordert eine effiziente Nutzung der verfügbaren Ressourcen. Bei Ben & Jerry’s in Hellendoorn, Niederlande, wird bei jedem Schritt des Produktionsprozesses Druckluft verwendet. Da alles in der Produktion überwacht, gemessen und analysiert wird, wurde klar, dass die Druckluft effizienter genutzt werden könnte. Allein das „Wie“ stellte das Unternehmen vor Herausforderungen.Festo bietet mit dem Energie-Effizienz-Modul MSE6-E2M, dem CPX-IOT-Gateway und Dashboards die optimalen Werkzeuge für eine genaue Analyse.

Wissen um den optimalen Druck

Druckluft wird bei Ben & Jerry’s an vielen Stellen im gesamten Produktionsprozess eingesetzt – von den Rührwerken in den Vormischern bis hin zu den Verpackungsmaschinen. Martijn Schavemaker, Versorgungsingenieur bei Ben & Jerry’s, erklärt: „Beim Entstapeln der Becher arbeiten wir mit acht Greifern in Folge. Diese werden auf den vollen Systemdruck, also 6,4 bar, geregelt. Aber das gleiche Ergebnis kann wahrscheinlich sehr gut mit einem Druck von 5,4 bar oder noch weniger erreicht werden. Tatsache ist, dass wir es einfach noch nicht wissen.“ Um dieses Wissen zu erhalten, wandte sich der Eiscremehersteller an Festo.

Dashboard für die Datenanalyse

Die gesamte Druckluftversorgung bei Ben & Jerry's ist von Festo standardisiert. Für Ben & Jerry's haben die Experten von Festo eine digitale, mobile Prüfstation zusammengestellt, die aus einem Durchflussmesser, einem Manometer und der notwendigen Intelligenz besteht: Ein Energie-Effizienz-Modul MSE6-E2M ist mit einem CPX-IOT-Gateway verbunden. Die Prüfstation kann an jede Stelle im Produktionsprozess angeschlossen werden. Sie kommuniziert über Ethernet. Die Daten werden lokal gesammelt und aufbereitet, so dass die korrekte Interpretation über das IoT-Gateway in die Cloud geschickt wird. Danach stehen diese Daten über ein webbasiertes Dashboard zur Analyse zur Verfügung.

Optimaler Druck ist variabel

André Senkeldam, technischer Spezialist bei Ben & Jerry’s, erklärt, dass der optimale Druck wahrscheinlich sehr variabel sei. Die Eigenschaften der verschiedenen Generatoren verleihen jedem Generator eine unterschiedliche optimale Kurve. „Wir messen die aktuelle Situation und verwenden sie als Basisgröße. Dann werden wir ein Reduzierstück einbauen und erneut messen. Auf diese Weise können wir in den Diagrammen erkennen, wann wir den optimalen Druck haben. Aber neben dem optimalen Druck sehen wir auch den Druckabfall nach dem Abschalten des Ventils. So wissen wir, ob es eine undichte Stelle gibt", erklärt Senkeldam. Das Dashboard zeigt sowohl in Zahlen als auch mit Diagrammen den gelieferten Druck und Durchfluss, den Verbrauch und die Einsparungen.

 

Mehrwert durch optimierten Energieverbrauch

„Wir erweitern unsere Linien ständig und wollen einen intelligenten Blick auf Effizienz und Energieverbrauch werfen. Der Prozess muss so einfach wie möglich gestaltet werden. Beim Thema Druckluft verlassen wir uns deshalb auf die Expertise von Festo", sagt Schavemaker. „Diese Überwachungsinstrumente bieten einen großen Mehrwert. Wir können sofort sehen, wo Einsparungen möglich sind und wie hoch diese Einsparungen sein können."

 

Ben & Jerry's achtet nicht nur auf den effizienten Einsatz von Druckluft, sondern auch auf die Qualität der Druckluft. André Senkeldam berichtet: „Die Druckluft wird im Produkt selbst gemischt. Auch um diesen Aspekt kümmert sich Festo. Wir führen außerdem mikrobiologische Messungen durch. Damit haben wir einen Beitrag zur Plattform Safe Food Factory geleistet. In einer Arbeitsgruppe dieser Plattform wurde ein Bericht erstellt, der alle Aspekte der hygienischen Druckluft, von der Erzeugung bis zum Endverbrauch, abdeckt. In diesem Bericht wurden Messungen unserer Linien verwendet."

 

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