Lernfabrik im Festo Lernzentrum Saar

Industrie 4.0 und Lean Methoden in der Praxis erleben

Die konsequente Kombination von Theorie und Praxis ist seit jeher ein Eckpfeiler in der Definition des Festo Lernzentrums. Vor diesem Hintergrund entstand im Jahr 2019 ein Anbau in Form einer Lernfabrik.

Die Idee der Lernfabrik besteht darin, die industrielle Umgebung möglichst realitätsnah abzubilden, aber auch Freiräume für Neu- und Umgestaltungsprozesse zu gewährleisten und so praktische Erfahrungen in den Lernprozess einfließen zu lassen.

Die Lernfabrik im Festo Lernzentrum ist bewusst als offenes System konzipiert, das es ermöglicht, flexible Umgebung für „Lernprojekte“ zu sein. Im Sinne von Projekten sind dabei Rollen, fachliche Ziele, zeitliche Rahmenbedingungen, Umgebung und Lernformen wandlungsfähig. Das heißt auch, dass sich die Lernfabrik kontinuierlich weiterentwickeln und anpassen wird und selbst ein lernendes System darstellt. Die Themenbereiche Lean Management und Industrie 4.0 bilden die Schwerpunkte der neuen Lernfabrik.

Lean Management

Die Teilnehmer erlangen grundsätzliches Verständnis der Lean Philosophie. Sie lernen die Lean Prinzipien und den Lean Methodenkoffer sowohl theoretisch kennen als auch in der Lean Lernfabrik in realer Produktionsumgebung praktisch umzusetzen. Der Teilnehmer wird so befähigt, Verbesserungen auf den eigenen betrieblichen Alltag zu übertragen.

Die Teilnehmer erlangen vertieftes Verständnis der Lean Philosophie. Sie lernen die Lean Prinzipien und den Lean Methodenkoffer sowohl theoretisch kennen als auch in der Lean Lernfabrik in realer Produktionsumgebung praktisch umzusetzen. Als Lean Experten analysieren sie unter Einbindung der Mitarbeiter Geschäftsprozesse, um die Wertschöpfungskette transparent zu machen und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen. Sie verstehen den strategischen und wirtschaftlichen Nutzen der Lean Philosophie. Sie gestalten und moderieren Workshops zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess und sorgen für die erfolgreiche Umsetzung in die betriebliche Praxis.

In diesem Seminar werden praxisnahe Methodenkompetenzen vermittelt, mit denen die Aufgaben im Prozessmanagement besser bewältigt werden können. Die Teilnehmer lernen, eigenständig Geschäftsprozesse zu beschreiben, zu analysieren und zu verbessern

Nach diesem Seminar kennen Sie die Methode Wertstromanalyse/-design und können diese anwenden. Sie beherrschen die Erfassung und Darstellung des Wertschöpfungsprozesses und sind in der Lage, aus der Ist-Analyse Verschwendungen, Schwachstellen und Defizite abzuleiten. Sie kennen die Prinzipien der Gestaltung von schlanken, gleichzeitig aber robusten und stabilen Prozessen und wenden die Methode Wertstromdesign bei der Entwicklung eines zukünftigen Prozesses an. Schließlich kennen Sie die zu berücksichtigenden Aspekte, um Wertstromanalyse und -design in Ihrem Unternehmen zu nutzen.

Im Mittelpunkt der Schulung steht die Verbesserungsmethode Lean Six Sigma und ihre Tools. Sie lernen verschiedene Werkzeuge kennen, die auch als Einzelelemente angewendet werden können. Die Inhalte werden anwenderorientiert dargestellt und in praktischen Übungen vertieft.

Für Fach- und (Nachwuchs-)Führungskräfte aus Bereichen wie Produktion, Montage, Logistik oder Verwaltung, die grundlegendes Know-how zu Lean Methoden gewinnen wollen, Projektleiter, Mitarbeiter mit Verantwortung für Arbeitsorganisation, Ordnung und Sauberkeit

Sie kennen den Grundgedanken des KVP und wissen um die Notwendigkeit der Beteiligung jedes einzelnen Mitarbeiters. Sie können die Wechselwirkung zwischen standardisierten Prozessen und kontinuierlicher Verbesserung einschätzen und erleben anhand von Fallbeispielen und einer Werksbesichtigung deren Erfolg.

Nach dem Seminar kennen die Teilnehmer die unterschiedlichen Rollen des Workshopleiters und wissen diese zielgerichtet einzunehmen. Sie sind in der Lage, Workshops zu planen und in die Praxis umzusetzen.

In diesem Seminar lernen Sie Grundsätze von FMEA, Produktionslenkungsplan und 8D-Bericht sowie deren wechselseitige Zusammenhänge kennen. Des Weiteren lernen Sie die Wechselwirkungen mit weiteren Werkzeugen des Qualitätsmanagementsystems, wie z. B. MSA, MFU, PFU und SPC kennen.

Industrie 4.0

Inhalte

  • Mensch-Maschine-Interaktion
  • Ziele und Nutzenpotenziale
  • Abbildung reale Fabrik in digitaler Fabrik
  • Umsetzung und Anwendung von Agentensystemen
  • Innovative Fallbeispiele zur Demonstration von Potenzialen
  • Shop Floor Data Management - erfassen von Fertigungsdaten und Informationen im Zusammenhang mit MDE und BDE z. B. über MES
  • Neue Lösungen und Komponenten zur Vernetzung in der Produktion und zur Echtzeitkommunikation entlang der Produktionslinien und des Materialflus

Sie erfahren, welche Konsequenzen sich aus Industrie 4.0 für die Logistik in Ihrem Unternehmen ergeben. Sie können momentan genutzte Logistikmethoden im Hinblick auf die Anforderungen der Industrie 4.0 einschätzen, Handlungsbedarf identifizieren und bekommen einen Einblick in neue, zukunftsweisende Logistikkonzepte.
Sie erkennen die Potenziale, die sich aus den allgemeinen Entwicklungen der Technik, insbesondere für das Logistikmanagement ergeben.

Inhalte

  • Künstliche Intelligenz - was ist das?
  • Fuzzy Logic - Regelung auf sprachlicher Basis
  • Einführung in Künstliche Neuronale Netze
  • Überwachtes und nicht überwachtes Lernen
  • Deep Learning mit Hilfe von großen Datenmengen (Big Data)
  • Emotionale KI - wenn Roboter Gefühle zeigen
  • Anwendungsbeispiele im Automotive-Bereich, Logistik und Robotik

Die Teilnehmer lernen ein "Modulares Produktionssystem" als exemplarische Umsetzung einer automatischen Produktionsanlage kennen, außerdem Funktion, Anwendungsmöglichkeiten, Grenzen und Regelungsbedarfe beim Einsatz von kollaborativen Robotern sowie einen 3-D-Drucker. 3-D-Druck wird immer mehr in den Betrieben genutzt, da die Herstellung der Werkstücke schneller funktioniert und die Drucker ohne besondere Aufsicht laufen können. Des Weiteren lassen sich Konturen herstellen, die bei einer konventionellen Fertigung nicht möglich sind.

Inhalte

  • Mehrwert und Funktionen: Kontextsensitivität, Adaptivität/Zielgruppenanalyse
  • Betriebliche Dimensionen T - O - P (Technik - Organisation - Personal)
  • Rechtliche Grundlagen und Sicherheitsaspekte bei der Einführung von Assistenzsystemen
  • Prozessanalyse, -optimierung und -design im Kontext der Umsetzungen von Industrie 4.0-Lösungen
  • Didaktische Herausforderung: Wahl der richtigen Methoden und Medien beim Aufbau von Assistenz-/Lernsystemen
  • Technologieeinsatz: Auto-ID (z. B. RFID, Kameratechnik), digitale Messwerkzeuge, Pick-by-light, AR/VR, Roboterkollaboration
  • Schnittstellen-Verknüpfungen: Maschinenanbindung, Backendsysteme (ERP, MES etc.)
  • Contenterstellung mit einem Editor
  • Wirksamkeit bei der Umsetzung von Industrie 4.0-Lösungen mit Kennzahlen messen

In diesem Workshop lernen Sie den praktischen Erstellungsprozess von Assistenzen kennen und werden befähigt, selbständig einfache Assistenzen zu entwickeln.

In diesem Workshop lernt der Teilnehmer den Aufbau eines solchen Montagearbeitsplatzes sowie prinzipielle Einsatzmöglichkeiten in der betrieblichen Praxis kennen.

Inhalte

  • Funktionen des Roboters (z. B. Festo BionicCobot, Universal Robot 3 und Universal Robot 5)
  • Anlernen des Roboters
  • Funktionen und Wechselwirkungen im gemeinsamen Einsatz zwischen Mensch und Roboter
  • Sicherheits- und Schutzfunktionen
  • Roboter im Einsatz, in der direkten Kooperation und Kombination mit einem Montagearbeitsplatz

Der Teilnehmer lernt die Technologie kennen und erfährt über praktische Übungen die Möglichkeiten des betrieblichen Einsatzes.

Nach diesem Seminar kennen die Teilnehmer typische Verfahren der industriellen Produktidentifikation sowie die Vor- und Nachteile dieser Verfahren und ihre Anwendungsmöglichkeiten. Sie können diese für den Einsatz in ihren Fertigungsbereichen bewerten

Nach dem Seminar kennen die Teilnehmer die Instandhaltungsstrategien der Smart Maintenance. Sie sind in der Lage, Schwachstellen an Maschinen und Anlagen mittels Datenanalyse zu erkennen, das Ausfallrisiko zu bestimmen und im Anschluss geeignete Maßnahmen festzulegen. Dazu können sie die Ansätze der prognostizierbaren und nutzungsabhängigen Instandhaltung nutzen.

Nach dem Seminar kennen die Teilnehmer die Instandhaltungsstrategien der Smart Maintenance. Sie sind in der Lage, Schwachstellen an Maschinen und Anlagen mittels Datenanalyse zu erkennen, das Ausfallrisiko zu bestimmen und im Anschluss geeignete Maßnahmen festzulegen. Dazu können sie die Ansätze der prognostizierbaren und nutzungsabhängigen Instandhaltung nutzen.

Nach diesem Seminar können die Teilnehmer Netzwerkvorgaben auswerten und Konfigurationen für Geräte und Netzwerkkomponenten ableiten. Sie verstehen die Funktionsweise der wichtigsten Mechanismen zum Schutz von Kommunikation und können diese den Anforderungen an das Netzwerk hinsichtlich Verfügbarkeit und Security zuordnen.

Nach dem Seminar kennen die Teilnehmer die Funktionen von Planungs- und Steuerungswerkzeuge, wie dem Manufacturing Execution System (MES). Sie wissen um die Möglichkeit mit diesen Systemen neben der Planung und Steuerung zugleich Daten zu sammeln und Prozesse zu analysieren.

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